Teamfoto_BEL_Malmo 2014

Erstmals wird der Mondschein-Cup 2014 als 4-Nationenturnier ausgerichtet. Neben dem deutschen Nationalteam und der Goalball-Nationalmannschaft aus dem Nachbarland Belgien (Foto) haben Ende vergangener Woche auch die skandinavischen Teams aus Dänemark und Schweden verbindlich zugesagt. Der Mondschein-Cup Turnierkoordinator Ralf Kuckuck, vom Kooperationspartner DBS-Akademie in Steinfurt, war in den letzten Wochen im Kontakt mit etlichen der rund 35 europäischen Goalball-Nationen: “Entscheidend für eine Zusage in Bottrop sind die Europameisterschaften des B-Pools, die Ende September im ungarischen Eger  stattfinden. Sowohl Dänemark als auch Schweden treten hier an und möchten den Mondschein-Cup in der Vorbereitung für das ‘Projekt Aufstieg’ nutzen,” bestätigt der Referent der DBS-Akademie die Anmeldungen.

Zum Hintergrund: Der organisierte Goalball-Sport in Europa ist in drei Pools (A, B, und C) entsprechend der Spielstärke eingeteilt. Im A- und B- Pool spielen jeweils 10 Mannschaften, der Rest tritt in der C-Gruppe an. Alle ungeraden Jahre finden die Europameisterschaften des A-Pools und des C-Pools statt. Im A-Pool steigen die Plätze 8.-10. ab und müssen quasi in den geraden Jahren, wie nun 2014, an den B-Europameisterschaften teilnehmen. Die drei besten Teams steigen jeweils in den höheren Pool auf, die Plätze 8-10 treten im Folgejahr in der niedrigeren Kategorie an. Für Dänemark und Schweden ist der Wiederaustieg in den A-Pool das erklärte Saisonziel, nachdem man am Ende bei der A-EM 2013 auf den Plätzen 9 und 10 rangierte. Die europäischen A-Pool-Teams aus Deutschland und Belgien sind daher beim Mondschein-Cup willkommene Gegner vor dem Jahreshöhepunkt im selben Monat.

Deutschland belegte bei der letzten A-EM 2013 in der Türkei Platz 4, was der Qualifikation zur WM 2014 gleichkam. So tritt die Truppe von Johannes Günther schon in knapp 10 Tagen vom 26.06. – 06.07.2014 im finnischen Espoo bei der IBSA-Weltmeisterschaft im Goalball an. Dieses Jahreshighlight gilt auch für das belgische Nationalteam. Interesse am Mondschein-Cup bekundeten in den letzten Wochen auch die C-Poolteams Niederlande und Großbritannien sowie das A-Pool-Mitglied Ukraine und die noch nicht gelisteten Österreicher, die aktuell eine Goalballabteilung im nationalen Behindertensport-Verband aufbauen. “Am Ende war der sportliche Wert im Sinne eines homogenen Teilnehmerfeldes entscheidend: “Alle vier Teams kennen sich gut, spielen auf sehr ähnlichem Niveau und konnten sich erst Anfang Juni beim Intercup in Malmö messen. Ob wir wie dort am Ende auch in Bottrop  triumphieren, wird sich zeigen”, schmunzelt DBS-Nationaltrainer Günther auf Nachfrage.